Systeme

Systemisch handeln

Der Systemische Ansatz baut auf modernen Konzepten systemtheoretischer Wissenschaft auf, die mittlerweile Eingang in alle Disziplinen der Natur-, Geistes-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften gefunden haben. Wir betrachten den Menschen als aktiv Realität konstruierendes Subjekt, dessen Wirklichkeit und Wahrheit in der Kommunikation mit anderen fundiert ist. Wir verfolgen deshalb eine Abkehr von der Zuschreibung von Eigenschaften („er / sie ist so!“) und stattdessen eine Hinwendung zu Beziehungen und zu zwischenmenschlichen Kommunikationsprozessen. Die grundlegende Erkenntnis, dass Menschen und die sie umgebenden sozialen Systeme nicht durch einfache kausale Wirkungsmodelle steuerbar sind, ist Grundlage unserer Arbeit. Wirklichkeitskonstruktionen sind sozial geprägt, deshalb werden Verhaltensauffälligkeiten von uns als Störung der Systemumweltpassung definiert. Menschen treffen stets die beste Wahl aus dem, was ihnen an Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung steht. Jedes menschliche Verhalten ergibt in einem bestimmten Kontext Sinn und ist dort nützlich. Wir sehen unsere Hauptaufgabe darin, den betreuten Menschen unter Rücksichtnahme auf deren Besonderheiten zusätzliche Wahlmöglichkeiten und Handlungsalternativen anzubieten, und wichtige Bezugspersonen nach Möglichkeit in den Betreuungsprozess mit einzubeziehen.